© Copyright 2005 - 2017  Frank Mikley - Imkerei-Album: 060806
Spätsommerpflege 2006
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Später erklärte Dr. Liebig noch sehr ausführlich die einzelnen Methoden zur Verwendung der Ameisensäure gegen die Varroa-Milbe: MoT - Medizinflasche ohne Teller (Kurzzeit vor'm Einfüttern), MmT (mit Teller - Langzeit) usw. Der Wirkungsgrad dieser verbesserten Methoden soll bei über 90% liegen. Wichtig bei MoT ist, dass die Behandlung früh morgens (wenn's noch kühl ist) begonnen wird und dass die Tropfflasche auf der Verdunstungsplatte aufliegt.

Die einzelnen Schritte der Spätsommerpflege plus davor und danach:

  1. Kontrolle des natürlichen Milbenfalls zur groben Abschätzung des Befallsgrades
  2. Völker abernten und entfernen des Honigraums (dritte Zarge)
  3. unteren Brutraumzarge mit den alten Waben entnehmen (einschmelzen), dafür unbebrütete Waben oder sogar Mittelwände
    Mittelwand
    [Bild] Wiederverwendung von Bienenwachs
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    Das Bienenwachs kann wiederverwendet werden. Hierzu werden Altwaben und andere Wachsreste in einem Dampfwachsschmelzer oder sommers auch in einem Sonnenwachsschmelzer eingeschmolzen. Das dabei entstandene Wachs kann in einer mit dem Wabenmuster geprägten Gießform zu sogenannten Mittelwänden verarbeitet werden. Diese Mittelwände werden dann in die Rähmchen eingelötet. Hierzu sind dünne Drähtchen gespannt.
    Schließlich können diese Rähmchen mit den Mittelwänden den Bienen während einer Tracht gegeben werden und die Bienen bauen daraus wieder Waben.
    Die Wiederverwendung von Wachs ist teilweise in Verruf geraten, da sich verschiedene fettlösliche Stoffe im Bienenwachs anreichern können. Dies sind z.B. Medikamentenrückstände durch die Behandlung der Bienenvölker gegen die Varroamilbe und ein Bekämpfungsmittel gegen die Wachsmotte.
    Wir verwenden mit gutem Gewissen unser eigenes Bienenwachs zur Herstellung von Mittelwänden, da in unserer Imkerei entsprechende rückstandsproblematische Stoffe nicht eingesetzt werden. Gegen die Varroamilbe werden nur organische Säuren, die im Stoffwechsel auch natürlich vorkommen, verwendet. Die Wachsmotten [12] müssen nicht bekämpft werden, da nur unbebrütete Waben aus dem Honigraum im Winter eingelagert werden.
    in einer Zarge über die jetzt eine Stufe tiefer sitzende zweite Brutraumzarge.
  4. MoT-Behandlung: 50 ml Ameisensäure1
  5. Einfüttern, ca. 20 kg pro 2-zargigem Volk
  6. ggf. MmT-Langzeitbehandlung (TV lang) mit Ameisensäure
  7. und/oder Oxalsäurebehandlung in der ersten Dezemberhälfte - nur bei brutfreien Völkern sinnvoll!
1 Nachtrag / Hinweis: Zugelassen ist zur Zeit (Stand Juli 2008) nur die 60 %ige Ameisensäure ad us. vet. Dies schränkt die Anwendung auf höhere Tages-Temperaturbereiche ein. Eine Zulassung der 85 %igen AS wurde versäumt, bzw. steht leider noch immer aus. Aus diesem Grund hat das Bundesland Baden-Württemberg für 2008 einen sogenannten Therapienotstand ausgerufen, siehe Bekämpfung der Varrose - Anwendung von 85%iger Ameisensäure (PDF-Datei).
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