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FAQs - Häufig gestellte Fragen


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FAQs - Häufig gestellte Fragen

Hier eine Auflistung der am häufigsten gestellten Fragen (engl: frequently asked questions), hauptsächlich zum Lebensmittel Honig:

Übersicht:
Warum ist / wird mancher Honig fest ?
Durch was bleibt mancher im Supermarkt gekaufter Honig flüssig ?
Wie erreicht der Imker, dass eine spezielle Honigsorte entsteht ?
Wie entsteht Waldhonig oder Tannenhonig ?
Darf ich Honig erhitzen ?
Wie lagere ich meinen Honig richtig ?
Wie ernst muss ich das "Verfallsdatum" auf dem Honigglas nehmen ?
Ist es sinnvoll, Honig wieder in der Mikrowelle zu verflüssigen ?
Kann ich flüssigen Honig im Gefrierschrank lagern, damit er nicht kandiert ?
Kann Honig für Kleinkinder gefährlich sein ?
Darf ich als Diabetiker Honig essen ?
Ist Honig Rohkost? - So steht es auf einer Honigverpackung.
Was ist Medizinischer Honig? (Medihonig)
Wieviel Honig soll ich anstatt Zucker nehmen ?
Kann ich mit Bienenprodukten etwas gegen Heuschnupfen tun ?
Kann ich bei ihnen auch Propolis kaufen ?
Kann ich bei ihnen auch Blütenpollen kaufen ?
Kann ich von ihnen echtes Bienenwachs bekommen ?
Ich bin gestochen worden, wie gefährlich ist dies, muß ich einen Arzt aufsuchen ?
Hilfe, wir haben ein Wespennest !   Was soll ich machen - wie kann man es beseitigen ?
Typische Fragen zur Bienenhaltung in der Nachbarschaft
Darf der Imker einfach irgendwo Bienen aufstellen ?
Machen Bienen oder auch Wespen einen Winterschlaf ?

Warum ist / wird mancher Honig fest ?

Honig ist im Endzustand immer fest (kandiert). Je nach Zusammensetzung des Honigs geschieht dieser Übergang (Kristallisation) von flüssig nach fest innerhalb weniger Tage bis zu einigen Monaten. Entscheidend für diese Eigenschaft ist das Verhältnis der beiden Hauptbestandteile Frucht- und Traubenzucker des Honigs. Ein Verhältnis von ca. 1:1, wie es beim Rapshonig vorhanden ist, bedeutet eine sehr schnelle Kristallisation innerhalb weniger Tage. Bei einem überwiegenden Verhältnis des Fruchtzuckers von etwa 1,7:1 (Tannenhonig) bleibt dagegen der Honig über Monate oder sogar Jahre flüssig. Die schnell kristallisierenden Honige werden von uns nur im kremigen Zustand angeboten. Damit dies erreicht wird, muss der Honig während der Kristallisationsphase mehrmals vorsichtig gerührt werden (keine Luft einrühren!). Hierdurch werden grobe (zuckrige) Kristalle verhindert, bzw. mechanisch zerkleinert und der Honig wird gut streichfähig, was auch als "feinsteif" bezeichnet wird.
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Durch was bleibt mancher im Supermarkt gekaufter Honig flüssig?

Entweder ist es die Honigsorte (z.B. Akazie), die sowieso lange flüssig bleibt, oder der Honig ist ein so genannter Gefilterter Honig [ext.Link] . Hierbei werden natürlich vorkommende kleinste feste Bestandteile des Honigs, hauptsächlich Pollen entfernt. Damit gibt es keine "Kristallisationskeime" mehr, die eine notwendige Voraussetzung für den Start einer Kristallisation sind. Wir lehnen einen so behandelten Honig ab, da aus unserer Sicht nur ein unbehandelter Honig vollwertig ist.
Gerade das Pollenbild eines Honigs, d.h. die im Honig vorhandenen Pollen in Ihrer Vielfalt und Menge untereinander, ermöglichen eine sehr genaue Bestimmung der Herkunft des Honigs. Im Honig-Labor [8] der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Stuttgart-Hohenheim werden z.B. solche Untersuchungen zur Qualitäts- und Herkunfts-Bestimmung von Honigen durchgeführt.
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Wie erreicht der Imker, dass eine spezielle Honigsorte entsteht ?

Durch zeitliche und räumliche Trennung. Praktisch heißt dies, die Blütezeiten verschiedener Trachtpflanzen sind unterschiedlich oder an verschiedenen Orten blüht auch Verschiedenes. Wenn der Imker also nach der Blüte einer Sorte den dabei entstandenen Honig erntet, kann er das Ergebnis entsprechend deklarieren. Genauso beginnt während der Obstblüte bei uns die Rapsblüte im Hohenlohischen (Gegend nordöstlich von Schwäbisch Hall). Die Überzahl der Rapsblüten ist dann dort so "erdrückend" dass ein paar dort auch blühende Apfelbäume das Ergebnis "Rapshonig" kaum "verfälschen" können.
Auf der anderen Seite blühen immer gemeinsam das Obst (Apfel, Birne, Pflaume und Kirsche) mit der sehr guten Trachtpflanze Löwenzahn. Deshalb bekommen wir hier nie einen "Obstblütenhonig" oder einen "Löwenzahnhonig" sondern nur einen mit der allgemeineren Bezeichnung "Blütenhonig". In bestimmten Höhenlagen z.B. auf der Schwäbischen Alb ist es dagegen möglich einen "Löwenzahnhonig" zu ernten, weil es dort kaum Obstbäume gibt.
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Wie entsteht Waldhonig oder Tannenhonig ?

Der generelle Unterschied zum Blütenhonig ist, dass Waldhonig nicht aus den Nektariensäften der Blüten von Pflanzen, sondern aus Honigtau entsteht. Als Honigtau [12] werden zuckerhaltige Ausscheidungsprodukte von an Pflanzen saugenden Insekten bezeichnet. Diese gehören zur Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera). Davon imkerlich interessant sind bei uns nur einige Rindenläuse (Lachniden) und Napfschildläuse (Lecanien) auf den Nadelbäumen Fichte und Tanne und schließlich auch noch Blattläuse auf Eiche, Linde und Ahorn. Damit ausreichend Honigtau für eine Waldtracht entsteht, muß es bei diesen Tieren zu einer sogenannten Massenvermehrung in den Sommermonaten kommen. Dies ist wiederum nicht jedes Jahr der Fall und hängt von vielen, nur teilweise bekannten Faktoren ab, siehe auch bei www.stockwaage.de [41].

Zur Sortenbezeichnung: Waldhonig ist die allgemeine (übergeordnete) Bezeichnung für Honig aus Honigtau von allen Wirtspflanzen der Honigtauerzeuger [41]. Als Tannenhonig wird dagegen nur eine Teilmenge, der Honig von der Weißtanne (Abies alba) bezeichnet. Auf dieser kommen nur einige wenige Lausarten vor. Die Trennung kann dadurch erfolgen, dass im jahreszeitlichen Ablauf fast immer die Tracht von der Tanne als letztes, im Juli und August erfolgt. Im Zweifelsfall kann nur eine Untersuchung in einem Honiglabor, z.B. bei [8] Aufschluss geben.

Mehr zu diesem im Detail recht komplexen Thema gibt es in folgendem Eintrag mit Antwort aus "Fragen & Feedback":

Peter Sergusta
sergusta(at)
gmx(dot)de

4.6.2007 20:27
Nr.57


[L]

Das Thema dieses Beitrags wurde in die FAQs aufgenommen.


   
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