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Bilder-Alben   Alternative Darstellung - Schwerpunkt sind die Bildtexte

Auf dieser Seite wird jeweils ein Bilder-Alben alternativ mit den Bildtexten dargestellt. Hierdurch soll ein leichteres Auffinden von Themen und Begriffen ermöglicht werden. Durch Anklicken des Index-Bildes kann zum großen Bild im entsprechenden Album (Normal-Darstellung) gewechselt werden. Die rot gekennzeichneten Links in den Texten führen entweder zur Begriffs-Erklärung (im Kapitel Begriffe) oder bei einer zusätzlichen Kennzeichnung mit [x] zur Beschreibung auf einer externen Seite.

Album:   Spätsommerpflege 2006   [älteres Album]   [jüngeres Album]

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Vortrag Spätsommerpflege von Dr. Gerhard Liebig

6. August: Zum Abschluß des Anfängerkurses des BV Winnenden war Dr. Gerhard Liebig von der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Stuttgart Hohenheim [8] eingeladen. Das Thema seines Vortrags lautete "Spätsommerpflege der Bienenvölker". Die Veranstaltung fand im Rahmen einer Imkerhocketse beim Imkerkollegen Karel Turza in den Berglen statt.
Dr. Liebig hatte als begnadeter Redner einige Sprüche auf Lager, z.B.: "Bienen und Schaf ernähren ihren Herrn im Schlaf ... falls dies nicht zutreffen sollte, machen Sie irgend etwas falsch!"

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Spätsommerpflege II

Der praktische Teil des Vortrags an vier Altvölkern im "alten" Neu-Wüttemberger-Maß und einem Jungvolk in einer Zander-Beute ...
Hier geht's gerade um das Wegnehmen der gesamten unteren Zarge mit den alten, vielfach bebrüteten Waben und dem Einfüttern auf unbebrüteten Waben oder sogar Mittelwänden in der dann als Ersatz oben aufgesetzten zweiten Zarge - zur zyklischen Erneuerung des Wabenbaus. Voraussetzung hierzu ist der zweigeteilte Brutraum.
Noch ein Spruch: "Wer glauben Sie, hat die ältesten Waben in seinen Völkern? ... Die Berufsimker (Anmerkung: In ihren Dadant-Beuten)".

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Spätsommerpflege III

Später erklärte Dr. Liebig noch sehr ausführlich die einzelnen Methoden zur Verwendung der Ameisensäure gegen die Varroa-Milbe: MoT - Medizinflasche ohne Teller (Kurzzeit vor'm Einfüttern), MmT (mit Teller - Langzeit) usw. Der Wirkungsgrad dieser verbesserten Methoden soll bei über 90% liegen. Wichtig bei MoT ist, dass die Behandlung früh morgens (wenn's noch kühl ist) begonnen wird und dass die Tropfflasche auf der Verdunstungsplatte aufliegt.

Die einzelnen Schritte der Spätsommerpflege plus davor und danach:

  1. Kontrolle des natürlichen Milbenfalls zur groben Abschätzung des Befallsgrades
  2. Völker abernten und entfernen des Honigraums (dritte Zarge)
  3. unteren Brutraumzarge mit den alten Waben entnehmen (einschmelzen), dafür unbebrütete Waben oder sogar Mittelwände in einer Zarge über die jetzt eine Stufe tiefer sitzende zweite Brutraumzarge.
  4. MoT-Behandlung: 50 ml Ameisensäure1
  5. Einfüttern, ca. 20 kg pro 2-zargigem Volk
  6. ggf. MmT-Langzeitbehandlung (TV lang) mit Ameisensäure
  7. und/oder Oxalsäurebehandlung in der ersten Dezemberhälfte - nur bei brutfreien Völkern sinnvoll!
1 Nachtrag / Hinweis: Zugelassen ist zur Zeit (Stand Juli 2008) nur die 60 %ige Ameisensäure ad us. vet. Dies schränkt die Anwendung auf höhere Tages-Temperaturbereiche ein. Eine Zulassung der 85 %igen AS wurde versäumt, bzw. steht leider noch immer aus. Aus diesem Grund hat das Bundesland Baden-Württemberg für 2008 einen sogenannten Therapienotstand ausgerufen, siehe Bekämpfung der Varrose - Anwendung von 85%iger Ameisensäure (PDF-Datei).
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Erdnest der Gemeinen Wespe

Ganz nah bei den Bienenvölkern: Das Eingangsloch zu einem Erdnest der Gemeinen Wespe [12]. Diese und eine zweite Art, die Deutsche Wespe [12] können uns Menschen lästig werden. Leider werden fünf weitere, völlig harmlose Arten der Echten Wespen [12] und die nur sehr kleine Staaten bildenden Feldwespen [12] mit diesen verwechselt und können dann auch einer aus Unwissenheit vorgenommenen Bekämpfung zum Opfer fallen.
Weiteres zur Wespenproblematik kann bei den FAQs nachgelesen werden und hier [ext.Link] gibt's noch eine Abbildung der Wespenarten.

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Varroa-Behandlung nach der MoT-Methode

26. August: Wir haben lange gewartet, aber das für August zu kühle Regenwetter hat sich nicht geändert. Deshalb wurden vor ein paar wenigen Tagen die Bienenvölker abgeerntet und gestern die MoT-Behandlung gegen die Varroa-Milbe gestartet. Gestern lag die Tageshöchsttemperatur nur bei 17ºC, heute immerhin bei 22ºC. Wie zu sehen ist, sind nach etwa einem Tag die 50 ml AS zwar bereits aus der Tropfflasche herausgelaufen, aber der Weichfaserplatten-Docht ist noch sehr feucht.

Besonderheiten und Hinweis:
1. Das Absperrgitter unter dem Docht dient als plane Unterlage. dies ist deshalb erforderlich, weil der Docht nicht direkt auf die Rähmchen gelegt wurde, sondern ein Abstand (hochkant untergelegte Dachlattenleisten) zur noch in der oberen, zweiten Zarge vorhandenen Brut sein sollte. Ohne diese Kunststoffgitter wäre die Gefahr bestanden, dass sich die feuchte Weichfaserplatte durchbiegt und dann ggf. die Tropfflasche zu schnell ausläuft.
2. Der Flaschenhalter ist nicht der übliche Holzklotz mit Bohrung (s. anderes Bild), sondern ein Gestell. Dies hat den Vorteil, dass das Holz nicht so stark die Ameisensäure aufnehmen/aufsaugen kann. Zudem ist diese Konstruktion wesentlich stabiler gegen ein Umkippen.
3. Es ist ganz wichtig, dass zwischen dem Abernten, MoT-Behandlung und Auffüttern nur wenige Tage vergehen. Wenn die Bienenvölker in dieser Zeit zu lange ohne reichliche Futtervorräte sind, fangen sie an die Altbienen (kurzlebige Sommerbienen) abzutreiben! Diese werden aber noch für die Verarbeitung des Futters bei der Einfütterung gebraucht.

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Milbenfall eines Altvolks

Die "Ernte" bei einem Altvolk - grob gezählt 1000 Milben und etwas Gemüll. Wie sich hier zeigt, war die Behandlung dringend erforderlich, damit das Bienenvolk in der Lage ist, in den nächsten Wochen noch genügend gesunde - nicht durch die Varroa vorgeschädigte, und damit kurzlebige - Winterbienen zu erzeugen.

Die hier auch zu sehenden Wespen suchen nach Nahrung.

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Milbenfall eines Jungvolks

... dagegen sieh's bei einem Jungvolk noch recht harmlos aus - nur etwa 30 Milben. Dies deckt sich auch mit unserer langjährigen Erfahrung, dass Jungvölker immer deutlich geringer befallen sind.

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Varroa-Milbe 2x von unten

Varroa-Weibchen aus der Nähe, davon zwei auf dem Rücken. Sehr gut sind die acht Füße zu sehen, da es sich ja wie auch bei den Zecken um Verwandte der Spinnen handelt. Der ganze Vermehrungs-Zyklus der Varroa findet in der gedeckelten Bienenbrut statt. Nur im Winterhalbjahr, wenn keine Bienenbrut vorhanden ist, wechseln diese Parasiten zum Überleben auf die erwachsenen Bienen über und beissen sich an deren Bauchseite zwischen den Hinterleibsringen fest. Dort können sie dann durch eigenes Putzen der Biene nicht oder nur sehr schwer entfernt werden.

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Varroa-Milben und sonstiges Gemüll

Neben den abgetöteten Varroen sind auch noch andere Dinge auf den Untersuchungsschied gefallen, die typisch für das Gemüll sind: Bienenbeine, ein Flügel und viele Wachsstückchen.

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Gemeine Wespe auf Futtersuche

Die Wespe (hier die Gemeinen Wespe [12]) interessiert sich nicht für die Milben. Sie sucht nach süßem, z.B. Honigresten, die eventuell noch an den Wachsteilchen haften. Auch versuchen um diese Jahreszeit laufen Wespen in das Bienenvolk einzudringen. Sie werden bei einem intakten Volk aber erfolgreich am Flugloch abgewehrt.

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Heimkehrende Pollensammlerin

Eine Sammlerin mit wunderschönen weißen Höschen kommt heim - wird am Flugloch eines Jungvolks empfangen.

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Ende August noch ein Drohn am Flugloch

Auch bei den Altvölkern wurde das Flugloch wegen der Räubereigefahr im Herbst bereits mit einem Keil eingeengt.
Inzwischen eine Besonderheit: Hier sind noch zwei Drohnen (Bildmitte und weiter unten) zu sehen, erkennbar an der Größe, dem dunkleren und nicht spitz zulaufenden Hinterleib und den viel größeren Facettenaugen [12].

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Kleine Fliege auf dem Storchschnabel

Ein Blick drumherum: Zur Zeit blüht auf unserer Streuobstwiese fast nur der Storchschnabel [12] (Geranium pratense).
Eine kleine Fliege (ca. 2 mm groß) auf einer Storchschnabel-Blüte.

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Männchen der Furchenbiene

... und hier zwei Wildbienen [12], wahrscheinlich Männchen der Furchenbiene Lasioglossum morio [34], auch auf einer Storchschnabel-Blüte.

An dieser Stelle einen recht herzlichen Dank an den Wikipedia-Benutzer Doc Taxon [12], der bei der Bestimmung der Wildbienen geholfen hat.

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Eimerfütterung mit Sirup

31. August: Auf diesem und den nächsten zwei Bildern sollen verschiedene Methoden der Einfütterung gezeigt werden:
Hier wurde ein halbvoller Eimer mit 7 kg Futtersirup verwendet. Als Schwimmer und Aufstiegshilfe wurde einfach Gras genommen. Unter dem Eimer ist eine Hartpapierplatte mit seitlich etwas Platz zum durchschlüpfen der Bienen eingelegt. Genauso könnte man auch eine Abdeckfolie verwenden und z.B. vorn ca. 2 cm einschlagen. Die ganze in den Eimer passende Futtermenge von 14 kg bei diesem einzargigen Jungvolk auf einmal zu geben ist nicht unbedingt sinnvoll, da gerade Invert-Futtersirup bei dieser großen Abnahme- Oberfläche sehr schnell von den Bienen verarbeitet werden kann, was dann nach eigener Beobachtung die Bienen doch stark zu stressen scheint. Möglicherweise tritt hierbei ein vorübergehender Enzym-Mangel auf.
Nachtrag: Gras ist als Schwimmer nicht so gut geeignet. Es sind einige Bienen ertrunken! Dr. Liebig hat in seinem Vortrag dagegen gesammelte Flaschenkorken empfohlen. Für Trinker edler Weine sicher kein Problem ...

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Futtereimer - gestürzt mit Nylonsieb

Die klassische Fütterungsmethode mit gestürztem Eimer und Deckel mit Nylonsieb. Diese Methode ist bereits im Album "Arbeiten im September (2005)" beschrieben worden.

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Fütterungsversuch mit Trog

Als letzte Methode wird ein Futtertrog verwendet. In der Mitte ist ein "Kamin" über den die Bienen aufsteigen können. Gut geeignet ist der Futtertrog für eine flüssige Fütterung mit Invert-Zucker-Sirup oder eine Zuckerlösung von 1:1 bis 3:2 (3 Teile Zucker).

Hier ist der Trog für einen Versuch in zwei Kammern aufgeteilt worden. In den hinteren Teil wurden 3 Teile (6 kg) grober Zucker eingefüllt und in den vorderen Teil 2 Teile (4 l) Wasser. Hierdurch soll auf das extra Auflösen des Zuckers in Wasser verzichtet werden, allerdings funktioniert das Ganze noch nicht optimal. Manchmal bleibt (wie hier) noch Zucker übrig, oder der Zucker ist so mit Wasser bedeckt, dass das Futter von den Bienen nicht abgenommen wird. Das Verhältnis von Zucker zu Wasser und das der Grundflächen der beiden Kammern zueinander muß noch verbessert (optimiert) werden. Als Schwimmer wurden Holzleistchen verwendet.

Nachtrag: Auch nach weiteren Versuchen konnte kein befriedigendes Ergebnis erzielt werden.

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MoT-Behandlung Nr.2

13. September: Wir haben uns nach dem Einfüttern bei den Altvölkern zu einer zweiten MoT-Behandlung entschlossen. Ein Teil der Jungvölker wird jetzt zum ersten Mal behandelt. Im Dezember - im brutfreien Zustand - erfolgt dann auf jeden Fall noch eine Behandlung mit einer 3,5 %igen Oxalsäure-Zucker-Lösung.

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Vorlagern durch die Ameisensäure

Durch die Ameisensäuredämpfe und eine Mittagstemperatur von 26 ºC lagern die Bienenvölker etwas vor.

Ein paar Ergebnisse des Milbenfalls, jeweils zwei Tage nach der MoT-Behandlung:

Standort Volk 26.8.  13.9.  Bemerkung
 Wattenweiler  Altvolk Nr.1 800 160  
  Altvolk Nr.2 1.200 60  
  Altvolk Nr.3  2.000  250  
  Altvolk Nr.4 1.500 180  
  Reservevolk 200 300 wurde aus mehreren mißglückten Ablegern gebildet, Königin aus 2005 (blau)
Cottenweiler  Jungvolk Nr.3  150 ---  
  Jungvolk Nr.5 30 --- nur auf einer Zarge, deshalb 25 ml AS
  Altvolk Nr.11 2.000 30 war bei der ersten Behandlung nur auf einer Zarge, trotzdem versuchsweise 50 ml AS

Diskussion:
1. Jungvölker sind eigentlich immer deutlich weniger stark befallen als Altvölker.
2. Die erste Behandlung hat wahrscheinlich wegen der relativ niedrigen Tagestemperatur von nur 17ºC am ersten Tag nicht so gut gewirkt. Beim Altvolk Nr. 11 war die Wirkung durch eine höhere Säurekonzentration (Menge, Raum) deutlich besser, wie das Ergebnis der zweiten Behandlung zeigt.

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Hochland-Rinder bei Kallenberg

Nachtrag am 26. Dezember 2006: Zugegeben, dieses Bild mit den bei uns in der Gegend gehaltenen Hochland-Rindern (bei Kallenberg) hat mal wieder überhaupt nichts mit den Bienen zu tun. Es dient nur als "Platzhalter" für die Ergebnisse der Oxalsäurebehandlung gegen die Varroa-Milbe:

Die Behandlung mit der 3,5%igen Oxalsäure-Zuckerwasser-Lösung wurde am 12. Dezember durchgeführt und die Kontrollwindeln wurden erst jetzt gezogen. Dabei war bereits soviel Gemüll (hauptsächlich Wachsteilchen) vorhanden, dass nicht mehr exakt ausgezählt werden konnte, d.h. ggf. die eine oder andere Milbe übersehen wurde. Gefallen sind bei 16 Völkern zwischen fünf und maximal ca. 100 Milben. Dies ist im Vergleich zu den vorherigen Jahren sehr wenig. Trotzdem kann davon ausgegangen werden, dass die Behandlung wirksam war, da auch der bei fünf dieser Völker vorher ermittelte natürliche Milbenfall sehr gering war - viermal 0 (!) und nur einmal eine Milbe in drei Tagen. Allerdings kann auch nicht ganz ausgeschlossen werden, dass zum Zeitpunkt der Behandlung in sehr starken Völkern wegen dem recht milden Wetter noch etwas Brut vorhanden war. Bei den fünf Kontrollvölkern war dies allerdings nicht der Fall.

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Letzte Änderung: 12.6.2007
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