In dieser Rubrik (besteht seit Dezember 2006) soll für Imker über aktuelle Erkenntnisse zum Thema "Bienen halten" berichtet werden.
Zusätzlich werden auch sonstige nützliche Informationen aufgeführt.
5. März 2011: Honig mit Pollen des Gen-Mais MON 810 ist nicht verkehrsfähig
Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) hat am 9. Februar 2011 mit seinen sogenannten Schlussanträgen eine wegweisende
Empfehlung für das EuGH-Urteil zur Verunreinigung von Honig durch den Mais MON810 gegeben. Der Rechtsstreit betrifft weite Bereiche
unserer Lebensmittelversorgung und zwar für die gesamte EU!
Der Generalanwalt hat sehr strenge Maßstäbe angelegt und bestätigt im Wesentlichen die Rechtsauffassung der klagenden Imker.
Auch geringste Mengen des Blütenpollens vom gentechnisch veränderten Mais MON810 im Honig führen seines Erachtens dazu, dass
der Honig zu einem gentechnisch veränderten Lebensmittel wird und seine Verkehrsfähigkeit verliert. Dies entspricht dem Grundsatz
der Null-Toleranz, die aktuell von der EU Kommission und verschiedenen Lobbygruppen in Frage gestellt wird.
20.2.2011: Vortrag im Februar 2011: Neonicotinoide - eine Ursache für Vogel- und Bienensterben
Videoaufzeichnung von einem Vortrag des niederländischen Toxikologen Dr. Henk Tennekes an der Universität Heidelberg am
16. Februar 2011 über die Gefährlichkeit der
Neonicotinoide und deren Rolle beim Rückgang von Vögeln und beim Bienensterben.
Die Tonqualität ist relativ schlecht, aber trotzdem ist das Gesprochene durchgängig noch verständlich ...
31.1.2011: Einladung zum Hohenheimer Tag am 13. März 2011
Traditionell findet wieder am zweiten Sonntag im März der Hohenheimer Tag an der Universität Stuttgart-Hohenheim
statt.
Veranstalter ist die Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde[8].
Die öffentliche Nachmittagsveranstaltung findet von 13:30 Uhr bis ca. 17 Uhr mit folgenden
Vorträgen statt:
Dr. Gerhard Liebig (Uni Hohenheim)
22 Jahre Bienenzählen - Was hat's gebracht?
Dr. Stefan Berg (Fachzentrum Bienen, Veitshöchheim)
Wie machen es die Bienen? Paarungsbiologie der Honigbiene
Armin Spürgin (Fachzentrum Bienen, Veitshöchheim)
Rückblick auf das vergangene Bienenjahr und Trachtaussichten für die kommende Saison
Ort: Universität Hohenheim, Hörsaal B1 (Biologiegebäude)
Eintritt für Nichtmitglieder € 5.--
Als Orientierungshilfe eine
Karte
von Google Maps.
Bei dieser Kartenauflösung ist rechts neben dem letzten Buchstaben "m" der Beschriftung
"Universität Hohenheim" eine Straßenkurve (der Garbenstraße) von links nach oben. Gegenüber dieser Kurve ist der Eingang zum Hörsaal B1.
Zur Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln geben sie bitte beim
VVS
folgendes zur Suche ein: Von z.B. "Stuttgart Hauptbahnhof" nach "Hohenheim". Sie erhalten dann u.a. auch Stadtplanausschnitte zum Ausdrucken.
März 2010: Unterschriftenaktion des LV Württembergischer Imker für ein endgültiges Verbot der Neo-Nicotinoide
Da trotz der Bienenkatastrophe im Jahre 2008 versucht wird einige Neonicotinoide als Beizmittel für die Maisaussaat wieder zuzulassen, hat der Vorstand
des Landesverbandes in seiner Sitzung am 13.3.2010 beschossen, gegen eine Wiederzulassung dieser Beizmittel auf diesem Weg zu protestieren.
21.2.2010: Einladung zum Hohenheimer Tag am 14. März 2010
Traditionell findet wieder am zweiten Sonntag im März der Hohenheimer Tag an der Universität Stuttgart-Hohenheim
statt.
Veranstalter ist die Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde[8].
Die öffentliche Nachmittagsveranstaltung findet von 13:30 Uhr bis ca. 17 Uhr mit folgenden
Vorträgen statt:
Jan-Dirk Bunsen (Berufsimker Horterhof, Pfalz)
"Apikultura Palatina" - unkonventionelle und professionelle Imkerei in einem attraktiven Naturraum
Dr. Helmut Horn (UNI Hohenheim)
Möglichkeiten und Grenzen der Honiganalytik.
Dr. Klaus Wallner (UNI Hohenheim)
Auf welchen Wegen gelangen Pflanzenschutzmittel in unsere Bienenvölker. Eine Zusammenfassung der aktuellen Probleme und Forschungsansätze.
Armin Spürgin (Fachberater RP Freiburg)
Waldtrachtbeobachtung mit Hilfe des Stockwaagensystems der Landesverbände Baden un Württemberg
Ort: Universität Hohenheim, Hörsaal B1 (Biologiegebäude)
Eintritt für Nichtmitglieder € 5.--
Als Orientierungshilfe eine
Karte
von Google Maps.
Bei dieser Kartenauflösung ist rechts neben dem letzten Buchstaben "m" der Beschriftung
"Universität Hohenheim" eine Straßenkurve (der Garbenstraße) von links nach oben. Gegenüber dieser Kurve ist der Eingang zum Hörsaal B1.
Zur Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln geben sie bitte beim
VVS
folgendes zur Suche ein: Von z.B. "Stuttgart Hauptbahnhof" nach "Hohenheim". Sie erhalten dann u.a. auch Stadtplanausschnitte zum Ausdrucken.
8.7.2009: Untersuchungsergebnis Hohenheim zu Brutschäden
Nach umfangreichen Untersuchungen und einem negativen Labor-Ergebnis des Julius-Kühn-Instituts in Bezug auf Insektizide als Ursache kommt die Landesanstalt für Bienenkunde an der
Universität Hohenheim
zu dem Ergebnis, dass die festgestellten Brutschäden und die geschwächten Bienenvölker in Rahmen der natürlichen Entwicklung und durch die besonderen Witterungsverhältnisse im
Frühjahr 2009 bedingt sind. Insbesondere sind bestimmte Stadien der Bienenbrut kurz (wenige Tage) vor dem Schlüpfen normal, können aber leicht mit vermeintlichen Schäden verwechselt werden.
Kommentar: Beim Lesen des Berichts kann der Eindruck entstehen, dass eigentlich "nichts passiert ist - nur ein paar besonders sensible Imker haben sich da womöglich
was eingebildet oder übertrieben". Das mit den physiologisch und morphologischen Zuständen der Larven bei und zwischen den einzelnen Häutungen bis zum Schlüpfen wird sicher so stimmen -
wer von uns Imkern hat schon einmal zeitgenau Zellen geöffnet und gezielt nachgeschaut? Trotzdem bleibt es Fakt, dass solche Beeinträchtigungen der Bienenvölker in der langjährigen
Praxis der betroffenen Imker bisher noch nie aufgetreten sind - und ein privat durchgeführter Test im Brutschrank zeigte, dass tatsächlich ein Teil der Brut nicht geschlüpft ist.
Nachtrag (15.7.09): Hierzu noch ein
Brief [ext. Link]
von der Imkermeisterin Heike Aumeier an den baden-wüttembergischen Minister für Ernährung und Ländlicher Raum Peter Hauk: „... ich als betroffene Imkerin lese Ihre Erklärung mit Angst und Schrecken".
Der Minister hatte sich am 29.6. in einer
Presseinformation [8]
(PDF-Datei) wie folgt geäußert: „Ungewöhnliche Schäden in Bienenbrut entpuppten sich glücklicherweise als normale Entwicklung".
26.5.2009: Noch nicht zu erklärende Schwächung von Bienenvölkern - Brutschäden
Bei der traditionellen Waldbegehung des BV Backnang am letzten Sonntag berichtete ein Imkerkollege aus dem Bereich Bietigheim von einem in seinem Gebiet
in der letzten Zeit aufgetretenen Phänomen:
Die Bienenvölker haben sich zuerst stark und gut einwickelt und zeigen trotzdem zur Zeit eine deutliche Schwächung der Volksstärke, was sich vor allem in dem völligen
Ausbleiben des sonst auftretenden Schwarmtriebs zeigt. Es treten Brutschäden auf, aus der dann eine erhöhte Bruttätigkeit folgt.
Eine Frage in die Runde der ca. 40 anwesenden Inker ergab, dass dieses Phänomen in unserem Vereinsgebiet (Altkreis Backnang) nur vereinzelt beobachtet wurde und allgemein
ein normaler und teilweise sogar erhöhter Schwarmtrieb aufgetreten ist.
Nach Aussage des Bietigheimer Imkers wurde Probenmaterial entnommen und u.a. an das
Julius-Kühn-Institut
in Braunschweig gesendet.
Nachtrag: Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 5.6.09:
Nachtrag: Artikel aus der Stuttgarter Zeitung vom 24.6.09:
17.3.2009: Dr. Liebig's Waldtrachtprognose für 2009
Nach seiner eigenen Aussage die rekordverdächtig kürzeste Prognose zur Waldtracht am Hohenheimer Tag: "Dieses Jahr honigt der Wald !"
Im Nachsatz erwähnte er dann (noch einmal) die nach seinen Erkenntnissen notwendigen Witterungsvoraussetzungen: Warmer November (stimmt bis auf 10 Tage), kalter März, warmer
April und Eisheilige und Schafskälte finden statt. Über weitere Datails, wie Populationen, gefundene Eier von Honigtauerzeugern o.ä. sagte er diesmal nichts.
Wer es genauer wissen will, kann
hier bei www.stockwaage.de [41] weiterlesen.
23.2.2009: Beschreibung der Bienenschäden durch Clothianidin
In einem bebilderten Dokument werden die Schäden an Bienenvölkern durch Neonicotinoide, insbesondere Clothianidin beschrieben, wie sie in der Imkerei Koch 2008 aufgetreten sind:
21.2.2009: Einladung zum Hohenheimer Tag am 8. März 2009
Traditionell findet wieder am zweiten Sonntag im März der Hohenheimer Tag an der Universität Stuttgart-Hohenheim
statt.
Veranstalter ist die Gesellschaft der Freunde der Landesanstalt für Bienenkunde[8].
Die öffentliche Nachmittagsveranstaltung findet von 13:30 Uhr bis ca. 17 Uhr mit folgenden
Vorträgen statt:
Joachim Hauck (Ministerium für Ernährung und Ländlicher Raum in Baden-Württemberg)
- Imkerei und Landwirtschaft in Baden-Württemberg
Dr. Christoph Otten (Mayen)
- "High - Tech" - Messungen am Flugloch: Flug- und Sammelaktivität in Abhängigkeit zum Wetter.
Dr. Gerhard Liebig (Hohenheim)
- Rückblick Waldtracht 2008 und Waldtrachtprognose 2009
Ort: Universität Hohenheim, Hörsaal B1 (Biologiegebäude)
Eintritt für Nichtmitglieder € 5.--. Weitere Einzelheiten gibt's
hier [8].
Als Orientierungshilfe eine
Karte
von Google Maps.
Bei dieser Kartenauflösung ist rechts neben dem letzten Buchstaben "m" der Beschriftung
"Universität Hohenheim" eine Straßenkurve (der Garbenstraße) von links nach oben. Gegenüber dieser Kurve ist der Eingang zum Hörsaal B1.
Zur Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln geben sie bitte beim
VVS
folgendes zur Suche ein: Von z.B. "Stuttgart Hauptbahnhof" nach "Hohenheim". Sie erhalten dann u.a. auch Stadtplanausschnitte zum Ausdrucken.
22.1.2009: Infoabend "Einstieg in die Imkerei" am 3.2.09 in Unterweissach
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts "Weissacher Streuobstwiesen" veranstaltet die Gemeinde Weissach im Tal einen Infoabend für alle Personen, die ein
grundsätzliches Interesse an diesem schönen Hobby und den Umgang mit der Natur haben.
Ich werde als Referent nach einer Einführung (max. 3/4 Std.) alle anstehenden Fragen zu einem eventuellen Einstieg in die
Bienenhaltung beantworten. Ferner besteht dieses Frühjahr wieder die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Imker-Anfängerkurs, den der Imkerverein Winnenden veranstaltet.
Näheres und Termine werden auch an diesem Infoabend mitgeteilt.
Termin: Dienstag 3. Februar 2009, 20 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Unterweissach
16.1.2009: Studie: Subletale Dosis Imidacloprid stört Sammelverhalten der Honigbienen
In der Fachzeitschrift Journal of Economic Entomology (peer-reviewed) wurde im Dezember 2008 eine Studie veröffentlicht, in der die subletale Wirkung des
Neonicotinoids Imidacloprid auf das Sammelverhalten der Honigbienen untersucht wurde.
Das Ergebnis ist, dass subletale1 Dosen des
Neonicotinoids
Imidacloprid ein abnormales Verhalten bei der Sammeltätigkeit der Honigbienen hervorrufen. Hiermit wird ein
weiterer Grundstein in der Beweiskette gelegt, dass Neonicotinoide eine subletale Wirkung haben, die insgesamt dem Bienenvolk die Lebensfähigkeit entzieht.